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DAC 2007

Interdisziplinäre Einzelmaßnahmen bestimmen die Fast-track Rehabilitation

Baxter Deutschland GmbH

Interdisziplinäre Einzelmaßnahmen bestimmen die Fast-track Rehabilitation

Welche chirurgischen, anästhesiologischen und pflegerischen Aspekte sind bei der Fast-track Rehabilitation zu berücksichtigen? Welchen Beitrag zur Reduktion des perioperativen Stresses leistet insbesondere die Anästhesie innerhalb des interdisziplinären Behandlungspfads? Diese Fragen standen am Sonntag im Mittelpunkt eines interaktiven Workshops beim 54. Deutschen Anästhesiekongress in Hamburg. Insbesondere eine schonende Anästhesie und effektive Schmerztherapie in Verbindung mit der frühen postoperativen Mobilisation des Patienten sind der Schlüssel zum Erfolg – so das klare Statement der Autoren des kürzlich veröffentlichten „Algorithmus Fast-track Rehabilitation“.

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„Um eine optimale perioperative Behandlung in der operativen Medizin zu erreichen, müssen mehrere prozedurenspezifische, beweisbegründete Maßnahmen ineinander greifen“, stellte Prof. Wolfgang Schwenk, stellv. Direktor der Universitätsklinik für Allgemein-, Visceral-, Gefäß- und Thoraxchirurgie, Charité Berlin, fest. „Diese beginnen mit der frühzeitigen Patientenaufklärung und einer Stressprophylaxe, die präoperativ u.a. durch den Verzicht auf Darmspülungen und allzu lange Nahrungs- und Flüssigkeitskarenzen einsetzt.“ Im Gegensatz zu „traditionellen“ Operationstechniken stehen bei den Fast-track Maßnahmen der Erhalt der Homöostase und die größtmögliche Patientenautonomie im Fokus.

„Fast-track erfordert die aktive Beteiligung des Patienten und macht eine enge Kooperation von Chirurgie, Anästhesie und Pflege notwendig“, so Schwenk. So ist beispielsweise der Einsatz von laparoskopischen Operationstechniken zur Reduktion des perioperativen Stresses häufig trotz scheinbarer Kontraindikation möglich. Voraussetzung ist allerdings eine enge und gut funktionierende Abstimmung zwischen Anästhesist und Chirurg, um die Operationstechnik notfalls schnell anpassen zu können.



Auch anästhesiologische Maßnahmen können zu einer schnellen Rehabilitation beitragen. Besondere Bedeutung kommt dabei der gasbetonten Kombinationsanästhesie zu, z.B. einer gemeinsamen Gabe des volatilen Anästhetikums Desfluran und des Opioids Remifentanil. Diese Kombination ermöglicht eine präzise Narkosesteuerung und die genaue Berechnung der Aufwachzeiten. „Ergänzt durch die Messung der Narkosetiefe mittels spezieller EEG-Geräte kann die Steuerung der Allgemeinanästhesie dadurch noch exakter und effektiver durchgeführt werden“, erklärte Prof. Thomas Standl, Chefarzt der Klinik für Anästhesie und operative Intensivmedizin am Städtischen Klinikum Solingen. „Die Narkose dauert in der Folge nur noch wenige Minuten länger als die Operation.“ Ebenso wichtig ist die konvektive Wärmezufuhr, um eine intraoperative Auskühlung des Patienten zu verhindern; eine individuelle und möglichst zurückhaltende Infusionstherapie sowie eine eingehende PONV-Prophylaxe.



Um im Anschluss an die Operation die Überwachungsphase im Aufwachraum möglichst kurz zu halten und die Mobilisation des Patienten zu fördern, empfiehlt sich für die postoperative Schmerztherapie die thorakale Epiduralanalgesie (TEA) oder eine patientenkontrollierte Epiduralanalgesie (PCEA). „Die PCEA beugt starken Schwankungen der Analgetikakonzentration vor und entspricht somit am ehesten den Anforderungen einer effektiven Schmerztherapie“, resümierte Standl. Schwenk und Standl sind Mitglieder des interdisziplinären Autorengremiums, das erst kürzlich den Algorithmus „Fast-track“ vorgestellt hat. Der praxisorientierte Leitfaden, der auf Initiative von Baxter erarbeitet wurde, ist kostenfrei erhältlich und jetzt auch auf CD verfügbar.

Der kostenfreie Algorithmus Fast-track Rehabilitation kann ab sofort als Printausgabe inkl. CD oder nur als CD bestellt werden.

Herausgeber
Baxter Deutschland GmbH
Edisonstraße 4
85716 München-Unterschleißheim

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Letzte Aktualisierung: 04.07.2008 Der Webcode dieser Seite lautet ZW0264

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