Impressum - Kontakt
Amazon.de
 
   
  AnästhesiepflegeAnästhesiologie | Linkliste    

23. - 24.08.2008:
start.med - Intensivkurs
Münster

11.-12.09.2008:
Reutlinger Fortbildungstag
Reutlingen


12.-13.09.2008:
2. Düsseldorfer Anästhesiepflegekongress
Düsseldorf


09. - 11.10.2008:
3rd EfCCNa Congress
Florenz (Italien)

zwai Home : Anaesthesie : Journal : Anaesthesie : Fast-track Rehabilitation : Prinzipien der Fast-track Rehabilitation
 


Abstract des Workshops am 6. Mai 2007 auf dem DAC in Hamburg

Interdisziplinär und evidenzbasiert: Prinzipien der Fast-track Rehabilitation

Prof. Dr. Wolfgang Schwenk

Als Fast-track Rehabilitation bezeichnet man einen definierten, perioperativen Behandlungspfad in der operativen klinischen Medizin, der aus fünf Phasen besteht. Je nach Art des Eingriffs werden hierfür spezifische, evidenzbasierte, interdisziplinäre Maßnahmen eingesetzt, die im Zusammenspiel eine rasche und komplikationsarme postoperative Erholung ermöglichen.

Diesen Artikel
ausdrucken ... Über diesen Artikel
diskutieren ... Diesen Artikel
weiterempfehlen ...

Die Hauptbestandteile der Fast-track Rehabilitation sind
1. Patienteninformation, -schulung und -motivation
2. Stressprophylaxe und -therapie
3. Aufrechterhaltung der Homöostase (PONV-Prophylaxe, Temperaturerhalt, adäquate Infusionstherapie, etc.)
4. Effektive Analgesie
5. Schonende operative Zugänge und atraumatische Operationstechnik
6. Frühe Mobilisation und orale Ernährung

Das Ziel der Fast-track Rehabilitation ist nicht die Verkürzung des stationären Aufenthaltes nach operativen Eingriffen, sondern das schnelle Erreichen der Entlassungsfähigkeit bei unveränderten Entlassungskriterien. Eine optimale perioperative Therapie kann nur durch die enge Kooperation von Chirurgie, Anästhesie und Pflege erreicht werden. Durch die interprofessionelle Kooperation zwischen den Disziplinen in der perioperativen Phase kann die Pathophysiologie beim Patienten optimal kontrolliert werden. Postoperative Komplikationen lassen sich so vermeiden und die Rekonvaleszenz des Patienten wird beschleunigt.



Im Gegensatz zu „traditionellen“ Operationstechniken liegt das Hauptaugenmerk der Fast-track-Maßnahmen auf dem Erhalt der Homöostase und einer größtmöglichen Patientenautonomie. So gelingt es beispielsweise, durch den Verzicht auf Magensonden und Wunddrainagen sowie durch eine effektive PONV-Prophylaxe, den perioperativen Stress für den Körper zu minimieren. Eine schonende Anästhesie im Verbund mit einer effektiven Schmerztherapie, die es dem Patient bereits am Operationstag wieder ermöglicht, sich schmerzfrei zu bewegen, fördert wiederum die frühe Mobilität des Patienten.

Für das Funktionieren des Fast-track-Konzepts ist letztendlich das Zusammenspiel verschiedener Einzelmaßnahmen entscheidend, die erst bei konsequenter interdisziplinärer Anwendung synergistisch ineinander greifen. Ein gutes Beispiel ist der Einsatz von laparoskopischen Kolonresektionen. Gerade bei diesen Operationen ist eine enge und gut funktionierende Planung und Abstimmung zwischen Anästhesist und Chirurg über den gesamten Operationszeitraum hinweg wichtig, um auch bei notwendiger Konversion zur offenen Operationstechnik ein optimales Ergebnis zu erzielen.



Prof. Dr. Wolfgang Schwenk
Universitätsklinik für Allgemein-, Visceral-, Gefäß- und Thoraxchirurgie
Universitätsmedizin Berlin
Charité Campus Mitte
Charitéplatz 1
10117 Berlin


Emailadresse Autor:











Letzte Aktualisierung: 25.07.2008 Der Webcode dieser Seite lautet ZW0265

Dies ist ein Ausdruck des Online-Journals zwai
PORTAL - JOURNAL - FORUM - WEITERBILDUNG für Anästhesie- & Intensivpflege.
Das Dokument ist unter folgender Adresse zu finden: http://www.zwai.net/ZW0265

© zwai.media GbR 2004-2008