TEE in der Intensivmedizin
Christoph Schmidt, Gregor Theilmeier
Das konventionelle Monitoring der hämodynamischen Funktion mit dem Pulmonaliskatheter
beschränkt sich auf die Messung von rechtsventrikulärem Füllungsdruck,
Pulmonalarteriendrücken, gemischt-venöser Sauerstoffsättigung
und Herzzeitvolumen. Deshalb ist die Rolle des Pulmonaliskatheters in der Differentialdiagnose
der hämodynamischen Instabilität und des Schocks auch nach jahrzehntelangem
Einsatz nicht klar umrissen und wird in neuerer Zeit zunehmend kontrovers diskutiert.[1]
Die „Pulmonary Artery Catheter Consensus Conference“ kam schon im
Dezember 1996 in ihrem Konsensus-Statement zu der Einschätzung, dass der
Gebrauch des Pulmonaliskatheters bei hämodynamischer Instabilität
und im Schock nicht gesichert ist („uncertain, grade E“) und empfahl
die Durchführung randomisierter klinischer Studien.[2] Das „Expert
Consensus Committee“ des American College of Cardiology ging 1998 mit seiner
zusammenfassenden Beurteilung über diese Empfehlungen hinaus und stellte
fest: „The Committee questions whether major resources should be devoted
to reevaluation of the role of right heart catheterization or whether such resources
would be better directed toward further development and evaluation of semi-invasive
or non-invasive diagnostic techniques, including echocardiography with Doppler
imaging.“[3]
Ganz aktuell hat jetzt eine große, multizentrische, kontrollierte, randomisierte
Untersuchung der „Canadian Critical Care Clinical Trials Group“
in die Kontroverse um den Pulmonaliskatheter eingegriffen und zu besser abgesicherten
Erkenntnissen geführt.[4] In dieser Studie wurden insgesamt 1994 chirurgische
Patienten mit einem hohen perioperativen Risiko randomisiert (ASA Klasse III
und IV, Alter über 60 Jahre, großer chirurgischer Eingriff, dringliche
oder elektive Operation). Die eine Hälfte der Patienten wurde einer zielgrößenorientierten
Therapie mit Hilfe eines Pulmonliskatheters zugeführt, die andere Hälfte
der Patienten wurde einem standardisierten therapeutischen Regime ohne Pulmonaliskatheter
unterzogen. Zwischen den beiden Gruppen gab es keinen Unterschied in der Krankenhaussterblichkeit
(7,8 bzw. 7,7%), in der Sterblichkeit nach 6 (87,4 bzw. 88,1%) oder 12 Monaten
(83,0 bzw. 83,9%) oder in der Krankenhausaufenthaltsdauer (Median von 10 Tagen
in beiden Gruppen).
Signifikant unterschiedlich war die Rate an Lungenembolien. In der Standardtherapie-Gruppe
wurde kein Fall einer Lungenembolie beobachtet, in der Pulmonaliskatheter-Gruppe
erlitten dagegen 8 Patienten eine Lungenembolie. Die Autoren folgerten aus ihren
Ergebnissen: „We found no benefit to therapy directed by pulmonary-artery catheter
over standard care in elderly, high-risk surgical patients requiring intensive
care.“ [4]
Vor dem Hintergrund dieser neuen Erkenntnisse wird die Frage immer dringlicher
ob die Ressourcen, die in das Monitoring mittels Pulmonaliskatheter investiert
werden, tatsächlich gerechtfertigt sind. Allein in den USA werden jährlich
für 1,2 Millionen Pulmonaliskatheter Kosten in Höhe von über
2 Billionen Dollar fällig.
Im Unterschied zum Rechtsherzkatheterismus wird der Einsatz der transösophagealen
Echokardiographie (TEE) zum Monitoring des hämodynamisch instabilen Intensivpatienten
seit ihrer Einführung in den frühen 80er Jahren beständig im Hinblick auf die
Beeinflussung von Morbidität und Mortalität [5-8] und ihre Kosten-Nutzen Relation
hinterfragt [9]. Wieder im Unterschied zum Rechtsherzkatheterismus ist auch die
Indikation unbestritten: die akute hämodynamische Instabilität stellt nach den
Richtlinien der American Society of Anesthesiologists eine gesicherte Indikation
der ersten Kategorie für den perioperativen Einsatz der TEE oder für deren Einsatz
auf der Intensivstation dar.[10]
TEE ist die erste bettseitig verfügbare Technik, die gleichzeitig Informationen
zur Morphologie (z. B. Durchmesser und Volumen von Herzhöhlen, myokardiale
Wanddicke), zur Funktion (z. B. Klappenfunktion, globale und regionale
myokardiale Funktion) und zur Hämodynamik (z. B. Geschwindigkeit und Richtung
intra- und extrakardialer Blutflüsse, Druckgradienten zwischen Herzhöhlen, Abschätzung
von Vorlastdrücken, Bestimmung von Kleinkreislaufdrücken, Herzzeitvolumen-Messungen)
zur Verfügung stellt.[11,12]
Dieses Potential kann für den hämodynamisch instabilen Intensivpatienten
auf zweierlei Art und
Weise nutzbar gemacht werden:
1. zur Beschreibung des aktuellen Funktionszustandes des kardiovaskulären Systems
im Sinne eines intermittierenden aber auch kontinuierlichen hämodynamischen
Monitorings;
2. zur Beschreibung und Zuordnung struktureller und funktioneller kardiovaskulärer
Abnormalitäten im Sinne einer diagnostischen und/oder differentialdiagnostischen
Abklärung.

Hämodynamisches Monitoring
Erst die durch Echokardiographie realisierbare Integration struktureller
und morphologischer Aspekte (zweidimensionale Echokardiographie) sowie hämodynamischen
Daten (Doppler Echokardiographie, Farb-Doppler Echokardiographie) ermöglicht
die Übertragung der fundamentalen Gesetze der Herz- und Kreislaufphysiologie
(z. B. Quantifizierung von Preload und Afterload, Frank-Starling Gesetz, Laplace
Beziehung, Konzept des Afterload-mismatches von Ross, Suga and Sagawas lineare
endsystolische Druck-Volumen Relation) auf die klinische Praxis . [13,14] Deshalb
sind Dimension, Fluss und Druck die entscheidenden Parameter, die einem Monitoring
zugänglich gemacht werden müssen. Deren synoptische Betrachtung stellt die Analyse
der kardiovaskulären Funktion auf eine solide physiologische Grundlage. Eine
solche Analyse wird die kardiovaskuläre Funktion zweckmäßigerweise zwischen
drei polaren Begriffspaaren einordnen:
I. Störung der systolischen Funktion versus Störung der diastolischen
Funktion;
II. Störung der globalen LV-Funktion versus Störung der regionalen
LV-Funktion; und
III. Störung der linksventrikulären Funktion versus Störung der rechtsventrikulären
Funktion.
ad I: Der linke Ventrikel (LV) kann sowohl hinsichtlich seiner globalen als
auch seiner regionalen Funktion beschrieben werden. Wenn der linke Ventrikel
diffus funktionseingeschränkt ist, wie z. B. bei dilatativer Kardiomyopathie,
sind globale Funktionsparameter hinreichend. Sind jedoch regionale Unterschiede
des Kontraktionsverhaltens vorhanden, wie z. B. bei ischämischer Herzerkrankung,
ist es erforderlich eine zusätzliche qualitative und quantitative Wandbewegungsanalyse
der linksventrikulären Regionen oder Segmente einzubeziehen. Die globale
systolische LV-Funktion unterliegt neben der Herzfrequenz den Hauptdeterminanten
Vorlast, Nachlast und Kontraktionsverhalten.[14]
Diese Hauptdeterminanten sind echokardiographisch präzise zu quantifizieren
und separat voneinander anzugeben.
Als Vorlast lässt sich die Vordehnung des linken Ventrikels durch sein
enddiastolisches Blutvolumen definieren. Dieses Blutvolumen steht in einer proportionalen
Beziehung zum Schlagvolumen, wenn alle anderen Einflussgrößen der Ventrikelfunktion
konstant gehalten werden. Die fundamentale Beziehung zwischen enddiastolischem
Ventrikelvolumen und Schlagvolumen liegt dem Frank-Starling Gesetz zugrunde
und wurde extrapoliert aus in vitro Studien an isolierten Muskelfasern, deren
Verkürzungsgeschwindigkeit mit ihrer end-diastolischen Vordehnung zunahm. In
vivo impliziert das Frank-Starling Gesetz einen Anstieg des Schlagvolumens mit
wachsendem enddiastolischen Ventrikelvolumen.
Im gesunden Myokard repräsentiert die Beziehung zwischen Faserstretch und
Ventrikelperformance den wichtigsten Mechanismus, um das Schlagvolumen im
Bedarfsfall erhöhen zu können. Beim kritisch kranken Intensivpatienten ist die
unzureichende Vorlast durch Hypovolämie dagegen die häufigste Ursache eines
Abfalls des Schlagvolumens und einer unerklärten Hypotension.[4] Allerdings
war klinisch die Bestimmung der enddiastolischen Ventrikeldimensionen bis zur
Einführung der Echokardiographie nicht möglich.
Echokardiographisch vermittelt dagegen schon die Inspektion der beiden Ventrikel
im zweidimensionalen Bild einen qualitativen Eindruck von der Vorlast. Im transgastrischen
Kurzachsenblick erscheinen bei niedrigem Preload beide Ventrikel klein. Endsystolisch
können sich der anterolaterale und der posteromediale Papillarmuskel berühren.
Dieses Phänomen wird angesprochen als „kissing papillary muscles“ oder als „kissing
walls“ und ist ein charakteristisches Zeichen einer niedrigen linksventrikulären
Vorlast.[15]
Zur Diagnose der einseitig erhöhten Vorlast ist das interatriale Septum
interessant. Es kann im 4-Kammer-Blick beurteilt werden. Seine Vorwölbung in
den linken Vorhof findet sich z. B. bei pulmonalem Hypertonus, bei ischämischem
rechten Ventrikel, bei Luftembolisationen oder bei Reaktionen auf Protamin.
Eine linksventrikuläre Dekompensation würde umgekehrt zu einer Deviation des
interatrialen Septums - in gravierenden Fällen auch des interventrikulären Septums
- nach links führen. Quantitativ wird Preload ausgedrückt als enddiastolische
Ventrikeldimension. Ein, zwei oder drei Dimensionen können mit zunehmender Präzision
des Parameters einbezogen werden. Entsprechend wird ein querer enddiastolischer
Durchmesser in Höhe der Papillarmuskel abgeleitet (LV-EDD = 2,3 - 3,2 cm/m2),
eine enddiastolische mittpapilläre Querschnittsfläche (LV-EDA = 7,5 - 10 cm
2 /m2) gemessen oder ein enddiastolisches Ventrikelvolumen (LV-EDV = 50 - 70
ml/m2) errechnet.
Unterschiedliche geometrische und mathematische Modelle sind vorgeschlagen worden,
um das LV-EDV aus zweidimensionalen Querschnittsbildern des LV zu rekonstruieren.[16]
Der am besten validierte Ansatz basiert auf dem sogenannten „Simpson‘s rule“
Algorithmus. Dieser Ansatz ist hervorragend gegen den angiographischen Goldstandard
abgesichert.[17] „Simpson’s rule“ dividiert den linken Ventrikel in 20 individuelle
horizontale Scheiben von identischer Dicke. Die Summe der Volumina der einzelnen
Scheiben repräsentiert dann das totale enddiastolische Ventrikelvolumen. Der
Algorithmus der „Simpson’s rule“ ist in die Software-Routinen moderner Echokardiographie-Maschinen
integriert und kann eingesetzt werden, um aus einem transversen 4-Kammer-Schnitt
oder besser aus einem mitt-ösophagealen longitudinalen 2-Kammer-Blick durch
den LV dessen Volumen zu errechnen.
mittpapilläre Querschnittsfläche
Auf der Intensivstation oder im perioperativen Setting hat es sich aber durchgesetzt,
die mittpapilläre Querschnittsfläche (LV-EDA) als Maß für die Vorlast anzugeben.
In zahlreichen gut abgesicherten Studien konnte gegen invasive Vergleichsverfahren
ein linearer Zusammenhang zwischen wahrem Ventrikelvolumen und der LV-EDA gesichert
werden.[18] Insbesondere bei erniedrigter Compliance des linken Ventrikels (Hypertonie,
Hypertrophie, myokardiale Ischämie, PEEP-Beatmung) konnte gezeigt werden, dass
die LV-EDA ein besserer Index für die Vorlast ist als traditionell bestimmte
invasive Druckwerte (PCWP, LAP). Im Gegensatz zum Wedge-Druck detektierte die
echokardiographische Methode auch kleinere Verminderungen des zirkulierenden
Blutvolumens (die mit einem Blutdruckabfall von nur 5-10 mmHg einhergingen)
mit einer Sensitivität von 90% und einer Spezifität von 80%.[19] Aufgrund seiner
hohen Reproduzierbarkeit und seiner gesicherten Aussagekraft eignet sich dieser
Parameter daher als quantitatives Maß zur Volumensteuerung beim hämodynamisch
instabilen Intensivpatienten.
Die zweite Hauptdeterminante der globalen systolischen Funktion ist die Nachlast.
Wieder ist das Afterload-Konzept für in vitro Bedingungen und Versuche an isolierten
Muskelfasern gut definiert. In vivo ist das Konzept komplexer und bezieht sich
auf die externen Kräfte, die der ventrikulären Ejektion entgegen wirken.[20]
Anschaulich lässt sich Afterload beschreiben als den Spannungszustand oder den
Wandstress, dem die Myokardfasern während der Austreibungsperiode ausgesetzt
sind. Mathematisch drückt das Laplace’sche Gesetz diesen Spannungszustand aus.
Laplace’sches Gesetz

(T = Wandspannung oder Wandstress P = Ventrikeldruck; h = Wanddicke; r = Ventrikelradius)
Afterload ist demnach eine Funktion der Ventrikelgeometrie (Ventrikeldurchmesser
und Wanddicke) und des Ventrikeldrucks. Bei gleichem intrakavitären Druck ist
die Nachlast umso größer, je dünner die Ventrikelwand und je größer der Ventrikelradius
ist. Aufgrund dieser Beziehung zur Ventrikelgeometrie darf Afterload nicht mit
dem systemischen peripheren Widerstand (SVR) gleichgesetzt werden, was in der
anästhesiologischen Routine bemerkenswerterweise immer wieder - oder immer noch
- geschieht. Der SVR steht zwar auch in Beziehung zum intraventrikulären systolischen
Blutdruck, weist daneben aber einen Zusammenhang mit dem Herzzeitvolumen statt
mit der Ventrikelgeometrie auf und gehorcht dem Ohm’schen Gesetz. Deshalb ist
der SVR auch ein schlechtes Maß für die ventrikuläre Nachlast, die bei dünnwandigen
und dilatierten Ventrikeln durch den SVR regelmäßig grob falsch eingeschätzt
wird.[21]
Besser wird Afterload auf der Grundlage des Laplace’schen Gesetzes als Wandstress
ausgerechnet und in dynes/cm2 ausgedrückt. Der in der Längsachse des linken
Ventrikels auf die Myokardfasern einwirkende Wandstress (meridionaler Stress)
erfordert echokardiographische Messungen in der kurzen Ventrikelachse (mittpapillärer
transgastrischer Schnitt), die einfach zu erhalten sind. Der in der queren Achse
einwirkende Wandstress (zirkumferenter Stress) erfordert dagegen Messungen in
der Ventrikellängsachse, die mit der transösophagealen Technik oft schwierig
zu erzielen sind, da sich der Apex vielfach der Visualisierung entzieht.
Klinisch praktiziert wird daher die Bestimmung des meridionalen Wandstresses.
Er liegt bei normaler Ventrikelgeometrie niedriger als der zirkumferente Wandstress,
der ihn etwa um den Faktor 2,6 übertrifft. In pathologischen Situationen wie
Kardiomyopathien, akuten myokardialen Ischämien oder linksventrikulären Dekompensationen
nähert sich der normalerweise ellipsoide LV der Geometrie eines sphärischen
Körpers an. Damit gleicht sich auch der zirkumferente dem meridionalen Wandstress
an.
Die echokardiographische Bestimmung des endsystolischen meridionalen Wandstresses
wird am häufigsten nach der von Reichek et al. vorgeschlagenen komplett noninvasiven
Methode vorgenommen.[22]
Reichek’s Methode geht von Messungen des queren endsystolischen Ventrikeldurchmessers
und der Wanddicke der posterioren Ventrikelwand aus. Diese Messungen werden
mit dem systolischen Cuff-Blutdruck (gemessen nach Riva/Rocci) kombiniert. In
zahlreichen Untersuchungen konnte nachgewiesen werden, dass der so abgeleitete
Parameter für den endsystolischen Wandstress extrem gut mit invasiven Daten
korreliert.[23,24]
Endsystolischer meridionaler Wandstress

(es = endsystolischer meridionaler Wandstress, BPsyst = systolischer Cuff-Blutdruck,
LVID = interner endsystolischer Durchmesser des LV, h = Wanddicke der posterioren
Wand, 1,35 = Konversionsfaktor von mmHg zu dynes/cm2 bzw. g/cm2)
Die Normwerte für den endsystolischen meridionalen Wandstress liegen bei 44
± 12 dynes/cm2 . Seine klinische Bedeutung ist unwidersprochen und inzwischen
in einer ganzen Reihe von Untersuchungen an Patienten demonstriert.[25,26] U.
a. beruht die klinische Bedeutung darauf, dass der Wandstress einer der bestimmenden
Faktoren des myokardialen Sauerstoffverbrauchs bei Patienten mit koronarer Herzerkrankung
ist.[27] Kontraktilität ist die dritte Hauptdeterminante der globalen systolischen
Ventrikelfunktion und anzusprechen als eine intrinsische Eigenschaft des Myokards.[28]
Erst mit der Etablierung der Echokardiographie ist es möglich geworden, im intensivmedizinischen
Bereich Parameter des ventrikulären Kontraktionsverhaltens herzuleiten.
Dies erscheint besonders aufschlussreich, da Maße des globalen und regionalen
linksventrikulären Kontraktionsverhaltens nicht nur im Hinblick auf die Ventrikelfunktion
von aktueller Bedeutung sind, sondern auch in einem unmittelbaren Zusammenhang
mit der längerfristigen Prognose des kritisch kranken Patienten stehen. Der
Zusammenhang mit der Prognose ist am besten gesichert für die Ejektionsfraktion
(EF).[29] Die EF ist z. B. ein guter prognostischer Parameter für das Mortalitätsrisiko
nach akutem Myokardinfarkt, wie die folgende Tabelle aus einer Arbeit von Norriss
et al. unterstreicht.[30,31]
5-Jahresüberlebensrate nach Myokardinfarkt in Abhängigkeit von der linksventrikulären
Ejektionsfraktion
| EF (%) |
Überlebensrate (%) |
| > 50 |
95 |
| 40 - 50 |
83 |
| < 40 |
65 |
Bei den Kontraktionsparametern sind lastabhängige von solchen, die gegenüber Schwankungen
von Vor- und Nachlast relativ resistent sind, zu unterscheiden. Letztere reflektieren
zwar präzise die Inotropie des Myokards, die methodische Komplexität und der instrumentelle
Aufwand ihrer Messung haben aber bisher verhindert, dass solche Parameter (endsystolic
elastance, force-velocity relations, preload-adjusted maximal power) sich in der
klinischen Routine etablieren konnten. Auf der Intensivstation dominieren daher
zweifellos Messgrößen, die eher das Zusammenspiel von Vorlast, Nachlast und Kontraktilität
(und damit die Ventrikelperformance) projizieren, als die Kontraktilität selbst.
Die folgende Zusammenstellung fasst einige dieser lastabhängigen, echokardiographischen
Parameter zusammen. An dieser Stelle soll aber nicht eingegangen werden auf die
Details ihrer Bestimmung.
>>> weiter zum zweiten Teil >>>

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Über die Autoren
OA PD Dr. med. Gregor Theilmeier, OA Dr. med. Christoph Schmidt
Universitätsklinikum Münster
Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin
Direktor: Univ.-Prof. Dr. H. Van Aken
Postanschrift
Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin
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D-48129 Münster
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