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Eröffnungssymposium Diagnostik Pädiatrischer Dysphagien

Schlumpftee hilft Schluckstörungen zu diagnostizieren

Tilmann Müller-Wolff

Schlumpftee hilft Schluckstörungen zu diagnostizieren

Schluckstörungen von Patienten in der Intensivmedizin sind ein häufig unterschätztes Problem. Eine manifeste Dysphagie kann, wenn nicht rechtzeitig erkannt, zu erheblichen Komplikationen führen. Regurgitation und Aspiration von Sekreten oder auch wohlmeinend gegebener Nahrung stellen eine erstzunehmende Gefahr für Betroffene dar. Folgen sind häufig Infektionen des tracheobronchialen Systems. Diese Infektionen müssen nicht nur aufwändig diagnostiziert, sondern auch differenziert behandelt werden. Diese Therapien bedeuten eine zusätzliche Belastung des ohnehin meist geschwächten Organismus dieser Patienten.

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Diagnostik von Schluckstörungen in der Kinderheilkunde

Einen guten Weg zur Verbesserung des Verständnisses und der grundlegenden Diagnostik von Dysphagien stellt die klinisch engagierte Ergotherapeutin Sophie Müller-Wolff am 19.2.2005 in Darmstadt vor. Das dort eröffnete Pädiatrische Dysphagie-Zentrum (PÄDY) widmet sich der kompetenten Diagnostik von Schluckstörungen in der Kinderheilkunde. Basierend auf der Erkenntnis, dass es im Rhein-Main Gebiet eine therapeutische und diagnostische Lücke in diesem Bereich gab, wurde ein Projekt ins Leben gerufen diese spezifische Versorgungsform zu etablieren. Unter Federführung der Projektleiterin Müller-Wolff (ehemals Knierim) und mit Unterstützung der Claudia-Ebert Stiftung wurde an den Darmstädter Kinderkliniken „Prinzessin Margaret“ die Idee umgesetzt.



Ziel: Lebensqualität

Die Inzidenz von Dysphagien bei Kindern mit angeborenen Behinderungen oder nach akuten Erkrankungen neurologischen Ursprungs ist besonderst hoch. Die betroffenen Kinder mussten sehr häufig lange und aufwändige Wege und Verfahren über sich ergehen lassen oder blieben diesbezüglich ohne ausreichende und zeitnahe Diagnostik. Essen und Trinken sind nicht nur in Punkto Alimentation des Organismus wichtig. Diese Grundfunktionen haben auch eine große Relevanz im Bezug auf die Lebensqualität der Kinder. So kann eine Sondenernährung zwar Ernährungsmangel verhindern, nicht aber das sensorische Erlebnis der Nahrungsaufnahme wettmachen. Das Pädiatrische Dysphagiezentrum hat sich zum Ziel gesetzt, behinderte Kinder und ihre Eltern auf dem Weg zur Lebensqualität Essen zu begleiten.



PÄDY - Das Pädiatrische Dysphagiezentrum

PÄDY - Das Pädiatrische Dysphagiezentrum

In den Darmstädter Kinderkliniken Prinzessin Margaret wird zur Diagnostik von Schluckstörungen am liebsten blauer Tee (Schlumpftee) benutzt. Lungenfachärzte, Kinderneurologen und Schlucktherapeuten arbeiten bei der Versorgung der kleinen Patienten eng zusammen. Nach der Diagnostik werden die Eltern in den besonderen Maßnahmen im Umgang und Füttern bei ihrem Kind mit Schluckstörungen angeleitet. Durch Aufklärung wird die Angst vor dem Füttern genommen. Es wird Kontakt zu wohnortnahen Behandlern hergestellt, um die langfristige Therapie zu gewährleisten. Die Dauer des Klinikaufenthaltes kann dadurch für Kind und Eltern auf ein Minimum reduziert werden. Mit diesem Angebot ist das Pädiatrische Dysphagiezentrum einzigartig in seiner Konzeption in Deutschland. Das offizielle Eröffnungssymposium Diagnostik Pädiatrischer Dysphagien findet am 19.2.2005, 10.00 Uhr, im Vortragsraum des Alice Hospitals Darmstadt statt. Zum Anlass der Eröffnung von PÄDY werden Fachreferenten zu Diagnostik und Therapiemöglichkeiten von kindlichen Dysphagien sprechen.

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Links zum Artikel:
    Fachinformationen und Kontakt
    Fortbildung: Diagnostik Pädiatrischer Dysphagien, 19. Februar 2005







Letzte Aktualisierung: 13.05.2008 Der Webcode dieser Seite lautet zw0060

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