Deutscher Pflegerat forciert „Freiwillige Registrierung“ zur Qualitätssicherung in der Pflege
Deutscher Pflegerat e. V.
Erweiterte Verantwortung für Deutschen Pflegerat / Einstimmiger Verbandsauschluss
des Berufsverbands für Altenpflege DBVA e.V.
Gütersloh und Berlin, den 25. Mai 2005
Der Deutsche Pflegerat e. V., die Bundesarbeitsgemeinschaft der
Pflegeorganisationen und des Hebammenwesens, Partner der Selbstverwaltung
im Gesundheitswesen,
hat auf seiner heutigen Ratssitzung in Gütersloh einvernehmlich wegweisende
Entscheidungen für die künftige Arbeit, die Aufgaben und die Struktur
des Deutschen Pflegerats getroffen.
So haben die Mitgliedsverbände beschlossen, die im Februar diesen Jahres
initiierte „Freiwillige Registrierung“, die bislang durch die Unabhängige
Registrierungsstelle Berlin-Potsdam sowie den Deutschen Pflegeverband - DPV
- vorgenommen wurde, komplett in die Verantwortung des Deutschen Pflegerates
zu legen; dabei wird das Programm mit aktualisierten Kriterien ausgestattet
und ausgebaut: Mit der Freiwilligen Registrierung setzt die Pflege ein deutliches
Signal für die Autonomie des Berufes. Damit stellt sich der DPR den Erwartungen
der Gesellschaft an die Qualität pflegerischer Versorgung.

Austausch mit anderen Sozialverbänden
Der Pflegerat wird künftig den Austausch mit anderen Sozialverbänden
vertiefen: So erhält der Pflegerat künftig einen Sitz im Kuratorium
für Qualität und Wirtschaftlichkeit sowie einen Gaststatus im Vorstand
des Aktionsbündnisses „Patientensicherheit“ e.V.. Des Weiteren
wird die Kooperation mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung im Bereich „chronische
Wunden“ intensiviert.
Der Deutsche Pflegerat beschloss außerdem, den Deutschen Berufsverband
für Altenpflege DBVA e.V. nach monatelanger, interner Diskussion aus dem
Dachverband auszuschließen: Der DBVA hat die weit reichenden Kompromiss-
und Alternativangebote der restlichen zehn Verbände zu einer gemeinsamen
Politik in Sachen „Freiwillige Registrierung“ ausgeschlagen und
seine für alle Beteiligten und die deutsche Pflege nachteilige Blockadepolitik
im Pflegerat forciert, um ausschließlich verbandsspezifische Interessen
durchzusetzen. Damit war eine sinnvolle inhaltliche Arbeit im Deutschen Pflegerat
mit dem DBVA leider nicht mehr möglich
Trotz des DBVA-Ausschlusses wird der Deutsche Pflegerat die Belange der 30.000
Pflegefachkräfte der Altenpflege weiterhin engagiert vertreten: Der DPR
ruft alle in der Altenpflege tätigen Kolleginnen und Kollegen auf, ihre
berufspolitischen Forderungen durch die Mitgliedsverbände des Deutschen
Pflegerates zu formulieren.
Weitere Informationen:
Deutscher Pflegerat e. V.
Geisbergstr. 39
10777 Berlin
Tel.: + 49 30 219157-57
Fax: + 49 30 21 9157-77
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