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zwai Home : Weiterbildung : Journal : Dossier Freiwillige Registrierung : Wieso-Weshalb-Warum
 


Vortrag von Andreas Westerfellhaus, Reutlinger Fortbildungstag 2005

Freiwillige Registrierung von Pflegenden - Wieso, weshalb, warum?

Redaktion zwai

Freiwillige Registrierung von Pflegenden - Wieso, weshalb, warum?

In dem letzten Vortrag des Reutlinger Fortbildungstages 2005 stellte DGF-Geschäftsführer und Vize-Präsident des Deutschen Pflegerates (DPR) Andreas Westerfellhaus die Initiative der 'Freiwilligen Registrierung für berufliche Pflegende vor'.

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Worum geht es?

Worum geht es?

Seit langem fordern die Pflegeverbände eine Selbstverwaltung durch Pflegekammern. Dadurch würde die Pflege ihre Ausbildungsinhalte selbständig bestimmen und überwachen. Sie könnte ihre Interessen gegenüber Politik und Gesellschaft institutionalisiert vertreten. Und sie könnte die Qualität in der Pflege steuern und kontrollieren.

In vielen Ländern, beispielsweise Großbritannien, Polen, den Niederlanden, Tschechien und Lettland dürfen Pflegende ihren Beruf nur ausüben, wenn sie sich registrieren lassen und ihre Qualifikation aufrechterhalten, indem sie regelmäßige Fortbildungen nachweisen.

Registrierung in Europa / Grafik: A. Westerfellhaus
Registrierung in Europa - Grafik: A. Westerfellhaus



der erste Schritt zur Pflegekammer

der erste Schritt zur Pflegekammer

Die Politik steht der Einrichtung von Pflegekammern bislang noch skeptisch bis ablehnend gegenüber, wie auch die Antworten der großen Parteien auf die Wahlprüfsteine des Deutschen Pflegerats zeigen.

Um nun den ersten Schritt zu machen, forciert der Deutsche Pflegerat die Freiwillige Registrierung. Alle beruflich Pflegenden können sich freiwillig bei der Registrierungsstelle in Potsdam unter Angabe ihrer bisher erreichten Qualifikationen registrieren lassen.

Formular zur freiwilligen Registrierung
Formular zur freiwilligen Registrierung

Dafür gibt es eine Urkunde und einen Ausweis. Zwei Jahre später muss man sich dann re-registrieren lassen. Dazu muss man allerdings eine bestimmte Anzahl von Fortbildungspunkten nachweisen. Diese kann man u.a. durch den Besuch von Seminaren und Kongressen, hausinternen Fortbildungen, Weiterbildungskursen, Studiengängen u.v.m. erwerben. Dadurch wird sichergestellt, dass freiwillig registrierte Pflegende an aktuellen Entwicklungen ihres Berufes beteiligt sind. Der einzelne Pflegende kann somit nachweisen, dass er fachlich up to date ist, bei Bewerbungen ein großer Vorteil.

Auch Krankenhäuser können ein handfestes Interesse an der Registrierung ihres Pflegepersonals haben. Im aktuellen Zertifizierungs-Katalog der KTQ wird unter anderem als Qualitätsmerkmal abgefragt, wie viele Mitarbeiter sich beispielsweise an der Freiwilligen Registrierung beteiligen.
Und auch der Deutsche Pflegerat hat etwas davon. Erstmals werden valide Daten über Anzahl, Qualifikation und Einsatzgebiete beruflich Pflegender erhoben, mit denen sich berufspolitisch argumentieren lässt.



ungelöste Detailfragen

ungelöste Detailfragen

Zwar haben die Teilnehmer des Reutlinger Fortbildungstages die Freiwillige Registrierung insgesamt begrüßt, es gab jedoch Fragen und Kritik zu Details. Vor allem die Kosten waren vielen ein Dorn im Auge. Für die Erstregistrierung ist eine Gebühr von 15,-€ fällig. Für die Re-Registrierung nach zwei Jahren soll man sogar 60,-€ zahlen. Andreas Westerfellhaus beteuerte jedoch, dass diese Beträge so eben kostendeckend seien. Gerade die Re-Registrierung mit der Erfassung der Fortbildungs-Nachweise sei sehr aufwändig und deshalb so teuer.

Eine Teilnehmerin sagte, sie sei bereits Mitglied der DGF und - als ob sie damit jegliche berufspolitische Eigenverantwortung abgegeben hätte - forderte nun, dass sie über die DGF automatisch registriert werde. Abgesehen davon, dass die Kosten für die Registrierung sicher nicht in die Mitgliedsbeiträge einkalkuliert sind, merkte Westerfellhaus an, dass ein Berufsverband nicht einfach so seine Mitglieder irgendwo ungefragt registrieren lassen kann.

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Links zum Artikel:
    Freiwillige Registrierung
    Deutscher Pflegerat e.V.
    KTQ-GmbH - Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen






Ähnliche Artikel - weitere Informationen:
    DPR forciert freiwillige Registrierung
    Die freiwillige Registrierung aus Sicht einer Bildungseinrichtung
Forendiskussionen zum Thema:
    Die Freiwillige Registrierung für professionell Pflegende

Letzte Aktualisierung: 13.05.2008 Der Webcode dieser Seite lautet ZW0113

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