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Association 'Freedom for the Bulgarian Nurses'

IHR SEID NICHT ALLEIN

Tilmann Müller-Wolff - Redaktion zwai

IHR SEID NICHT ALLEIN

"Our message is simple: bring them home!" sagte Pat Cox, der Präsident der "European Movement International" und ehemalige Vorsitzende des europäischen Parlaments bereits im April. Aktuell haben die Angehörigen der in Libyen zum Tode verurteilten Schwestern und Ärzte eine Initiative gegründet - mit Unterstützung von internationalen NGOs.

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Kurz vor dem vergangenen EU-Gipfel überbrachte die Initiative eine Petition an die deutsche Bundeskanzlerin, um die forcierte Unterstützung der EU zu erreichen.

Auch Franz Walter Steinmeier war schon in Libyen und besuchte die dort seit Jahren Inhaftierten. Beide Politiker sind von der Unschuld der Verurteilten überzeugt. Die Kanzlerin lies ausrichten, dass sie erst durch die Aktionen der Initiative „you are not allone“ von den gesamten Umständen des Falles erfahren habe. Aktuell stünden alle EU-Regierungschefs hinter den Bemühungen, die Verurteilten freizulassen.



Libyen wirft den fünf bulgarischen Krankenschwestern und dem palästinensischen Arzt vor, 426 Kinder in Bengazi vorsätzlich mit dem HI-Virus infiziert zu haben. Ein Vorwurf, der nach Ansicht der EU völlig absurd ist. Untersuchungen belegen, dass die Infektionen durch die allgemein schlechten hygienischen Bedingungen in dem Krankenhaus verursacht wurden.

Offensichtlich würden die libyschen Gerichte nun aber lieber die Gastarbeiter aus Bulgarien verantwortlich machen als eigene Systemfehler einzugestehen.

Dabei gehen den seit acht Jahren Inhaftierten langsam die Kräfte aus. Auch stehen Vorwürfe im Raum, die Schwestern seien im Gefängnis gefoltert worden, urteilsbegründende „Geständnisse“ seien erpresst worden und wurden von den Inhaftierten längst widerrufen. Die Haftbedingungen seien insgesamt zehrend und grausam.



Aktuell sind die internationalen Medien, wie auch die Weltbevölkerung gefragt, ihre Unterstützung für die Betroffenen offen zu zeigen und zu artikulieren. Damit soll der Druck auf Libyen verstärkt werden, die Entscheidungen und Urteile zu überdenken.

Aussenminister Steinmeier sprach bei seinem Besuch in Tripolis mit einem Sohn des Staatschef Gaddafi, Saif al-Islam, der gleichzeitig einer Stiftung vorsteht, die sich mit einer Verbesserung der Gesundheitsversorgung in Bengazi und einem Schadensersatz für die betroffenen Kinder beschäftigt.

Insgesamt wird derzeit von einer Lösung ausgegangen, die darauf beruhen könnte, dass die EU sich an den Schadensersatzforderungen der Infizierten beteiligt - also eine Art „Blutgeld“ für die Freilassung der Krankenschwestern, die seit Jahresbeginn Bürgerinnen der EU sind. Auch der palästinensische Arzt sei inzwischen bulgarischer Staatsbürger geworden, um eine ggf. in Frage kommende Auslieferung dorthin zu ermöglichen. Vor zwei Tagen schrieb eine libysche Internetzeitung, es sei zu einer Einigung zwischen dem Staat Libyen und den Familien der infizierten Kinder gekommen. Das bulgarische Aussenministerium wollte sich noch nicht zu aktuellen Details äussern.
(10.07.2007)

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Links zum Artikel:
    Kampagne 'Your Are Not Alone'
    Meldung bei Bulgaria.de
    Meldung bei netzeitung.de
    Chronologie « der Aids Prozess » in Libyen bei tagesschau.de







Letzte Aktualisierung: 25.07.2008 Der Webcode dieser Seite lautet ZW0278

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