Präsentation ausgewählter Facharbeiten
Weiterbildungsstätte für Intensivpflege und Anästhesie am UKM
Am 13.02.2006 fand die Präsentation ausgewählter Facharbeiten von
ehemaligen Weiterbildungsteilnehmern im Lehrgebäude des Zentralklinikums statt. Die
Weiterbildungsstätte hatte eingeladen und 100 Zuhörer bekundeten
ihr offensichtliches Interesse an dieser Veranstaltung.
Nicht nur Interessierte aus dem Universitätsklinikum
nahmen teil, sondern auch Pflegende der angeschlossenen Verbundkrankenhäuser
aus
Borken, Lingen, aus dem Clemenshospital und dem Franziskushospital in Münster.

Aktiv vs. passiv
Sechs Weiterbildungsteilnehmer aus vergangenen Kursen der Jahrgänge 2001/2003 sowie 2003/2005 präsentierten ihre Hausarbeiten. Die Themen waren sehr breit gefächert und stellten für die Bereiche Intensivpflege, pädiatrische Intensivpflege sowie Anästhesie eine
große Bereicherung dar.
Die Referentinnen und Referenten, die ihre Facharbeiten mit viel Engagement
und Mühe verfasst haben, zeigten sich als wahre Experten auf ihrem Gebiet un präsentierten ihre Vorträge souverän.
Den Beginn dieser Fortbildung übernahm Dennis Greiling von der operativen Intensivstation des UKM mit der Gegenüberstellung von aktiven versus passiven Systemen zur Atemgasklimatisierung. Er wollte nicht mit einem Vertreter für Beatmungsfilter verglichen werden, dennoch betonte er die Vorteile der passiven Anfeuchtung mittels HME-Filter und forderte dazu auf, diese vermehrt einzusetzen und die Vorzüge selbst zu erkennen.
Im Anschluss daran stelle Nicole Schulte von er 19 B West des UKM die Aspekte
der hygienischen Händedesinfektion dar. Ein alltägliches Thema wurde durch verschiedene Untersuchungen und Messmethoden sehr anschaulich und eindrucksvoll dargestellt, so dass als Fazit ein Appell an alle Zuhörer gerichtet wurde, sich doch wieder bewusster mit diesem
Thema auseinander zu setzen und diese routinierte Tätigkeit korrekt durchzuführen.
der schwierige Atemweg
Danach stellte Nicole Graf aus der Anästhesieabteilung des UKM den
schwierigen Atemweg und seine Herausforderungen für die Pflege vor. In diesem Vortrag wurde deutlich, dass die Anästhesiepflege keine reine Assistenzarbeit ist, sondern viel vorausschauendes Denken und
Handeln erfordert.
Nach diesen Vorträgen konnten sich die Teilnehmer mit Kaffee und Kuchen
stärken,
bevor es
in die zweite Vortragsrunde ging.

Nicht lustig: Humor in der Pflege
Die nächste Facharbeit wurde von Carmen Martinetz aus er Kinderklinik Gelsenkirchen-Buer präsentiert. Ein Thema aus dem pädiatrischen Bereich, das übergreifend
auch für die Krankenpflege und die Anästhesieabteilung relevant ist. Carmen berichtete über die Substitution von Methadon, -Polamidon und Buprenorphin in der Schwangerschaft und deren Auswirkungen auf das Neugeborene. Durch intensive Recherchen im Rahmen dieser Hausarbeit gelang es ihr, den Zuhörern viele neue Aspekte bei der Betreuung dieser Patienten
näher zu bringen. Die vielen Wortmeldungen im Anschluss an diesen Vortrag
zeigten das große Interesse an diesem von der Gesellschaft gerne verdrängten Thema.
Bianka Blom von der Medizinischen Intensivstation des UKM stellte anhand eines Fallbeispiels die Pflege einer Patientin mit toxisch epidermaler Nekrolyse vor.
Mit vielen Photos gelang es Bianca, dieses eigentlich sehr seltene und unbekannte Krankheitsbild anschaulich darzustellen.
Den Abschluss bildete Leif Dryden mit der Ankündigung: „Es wird nicht lustig!“ Mit seinem Thema: Humor – die unbekannte Ressource, zeigte er auf, dass dieses kostengünstige und allzeit verfügbare Mittel auch in der Pflege eingesetzt und damit zur Unterstützung des Genesungsprozesses beitragen kann.
Die Themenvielfalt dieses Nachmittags fesselte nahezu alle Zuhörer
bis zur letzten Präsentation, so dass die Fortbildung planmäßig gegen 18.00 Uhr beendet wurde.
(04.04.2006)
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