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Abstract des Vortrags vom Reutlinger Fortbildungstag 2005

Case Management

Peter Huber, München

Case Management

Clinical Pathways – Prozessoptimierung – Neue Herausforderungen für den Alltag in der Fachkrankenpflege

Die Einführung des G-DRG Entgeltsystems, die Auswirkungen aus demographischer Entwicklung, sowie die immer zunehmende Begrenztheit finanzieller Ressourcen des Gesundheitssystems bei gleichzeitig steigenden Patientenansprüchen, stellen Krankenhäuser vor grosse Herausforderungen.

Um auf den hierdurch entstandenen Wettbewerbsfaktor adäquat reagieren zu können, müssen Kliniken ihre Leistungsprozesse so ausrichten, dass eine qualitativ hochwertige Behandlung möglichst effizient erbracht wird. Eine Innovation, die die Aspekte Qualität, Wirtschaftlichkeit und Humanität vereint, ist Case Management.

In der 3. Medizinischen Abteilung (Diabetologie, Endokrinologie, Angiologie) im Krankenhaus München-Bogenhausen der Städtischen Klinik GmbH, wurde ein berufsübergreifendes Case Management-Konzept entwickelt und implementiert. Case Management wird hier als interdisziplinäres Schnittstellenmanagement aller am Versorgungsprozess beteiligten Akteure verstanden. Ziel von Case Management ist es, eine strukturierte, koordinierte und integrierte Versorgung für den Patienten von der Aufnahme bis nach der Entlassung zu organisieren.

Der stationäre Case Manager hat die Aufgabe der interdisziplinären Prozesssteuerung, ist Projekt-, Kosten- und Kooperationsmanager, sowie zentraler Ansprechpartner der Netzwerkgestaltung der Abteilung und den niedergelassenen Hausärzten.


Aufgabenspektrum des Case Managers:

• Aufnahme- / Entlassungsmanagement
• Kapazitätssteuerung
• Clinical Pathways
• Projektmanagement
• Controlling
• Prozessmanagement
• Marketing
• Beratung / Kommunikation

Der Vortrag beschreibt das Handlungsfeld des stationären Case Managements aus der Perspektive des Praktikers. Die Stelle des Case Managers wird hier von einem Fachkrankenpfleger besetzt.

Mit Einführung des Case Managements konnten die Behandlungsfälle erhöht, die Verweildauer der Patienten adäquat den DRG´s optimiert, die Kodierqualität erhöht und somit auch die Erlöse unter Berücksichtigung des neuen Abrechnungssystems verbessert werden. Weitere Vorteile wurden anhand einer Befragung der Patienten und Hauptzuweiser dokumentiert. Das Projekt zeigt, dass eine erfolgreiche Implementierung von Case Management nur mit einem interdisziplinären Ansatz erfolgreich sein kann.

Abb.1: Schnittstellenmanagement
Abb. 1: Schnittstellenmanagement

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Letzte Aktualisierung: 01.10.2008 Der Webcode dieser Seite lautet ZW0182

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