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Abstract des Vortrags vom Reutlinger Fortbildungstag 2006

Prävention von device- assoziierten Atemweginfektionen auf der Basis von KISS

Ute Storm

Prävention von device- assoziierten Atemweginfektionen auf der Basis von KISS

Bei der Prävention von nosokomialen Atemweginfektionen ist die Erfassung von Infektionsdaten, die Surveillance, entscheidend, um die Häufigkeit der Krankenhausinfektionen zu reduzieren und die Effektivität der Maßnahmen nachzuweisen.

Auf Grund der klinischen und gesundheitsökonomischen Bedeutung von nosokomialen Infektionen bietet das Nationale Referenzzentrum in Berlin für die Surveillance von nosokomialen Infektionen ein Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System, das sog. KISS, zur Erfassung der Infektionsdaten an.

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Die teilnehmenden Krankenhäuser erfassen ihre Infektionen nach einer standardisierten Methode und speisen ihre Daten in eine Referenzdatenbank ein, so dass aus ihnen Referenzraten berechnet werden können. Mit diesen Referenzraten können die Krankenhäuser ihre eigenen Infektionsraten vergleichen.

Bei der ITS-KISS werden bei der Analyse die Anwendung von Devices (=Geräte) z. B. Harnwegkatheter, Zentrale Venenkatheter, und Beatmung als Risikofaktoren für die Entwicklung nosokomialer Infektionen berücksichtigt. Zusätzlich zur Beatmung über Endotrachealtubus oder Tracheostoma wird auch die nicht invasive Beatmung erfaßt.

Die Surveillance auf der Basis von KISS ist ein wichtiger Bestandteil des internen Qualitätsmanagements. Durch eine kontinuierliche Surveillance können Infektionsprobleme erkannt werden, die möglicherweise vorhandenen Defizite der Struktur- und Prozeßqualität eines Krankenhauses transparent machen.



Mit der Einführung von ITS-KISS im Januar 2004 im Bereich der Intensivstationen in unserer Klinik ist die Basis für eine repräsentative Surveillance gegeben, mit der Zielsetzung, Interventionen die von Bedeutung für die Prävention von Nosokomialen Atemweginfektionen sind, zu erkennen.

Durch standardisiertes Atemwegmanagement mit intensiver Mundpflege (Abb.1) und Anwendung der geschlossenen Absaugung (Abb.2) liegen wir mit der Rate Atemweginfektionen weit unter dem Median.

Durch jährliche Überarbeitung der Standards ist es unser Ziel die Ergebnisqualität kontinuierlich zu verbessern und die Prävention von nosokomialen Atemweginfektionen im Intensivbereich an den aktuellen Stand von Wissenschaft und Forschung anzupassen.

Ute Storm
Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik, Duisburg



Links zum Artikel:
    Nationales Referenzzentrum Hygiene







Letzte Aktualisierung: 17.05.2008 Der Webcode dieser Seite lautet ZW0199

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