Buchbesprechung: Lexikon der rätselhaften Körpervorgänge
Dr. med. Markus Unnewehr, Redaktion zwai
Jürgen Brater
Verlag: Eichborn
Seiten / Umfang: 497 Seiten
Einband: gebunden
Erschienen: 1. Auflage Februar 2002
Preisinfo: 22,90€
ISBN: 3-82183-916-3

„Woher kommt
eigentlich der „dicke Kopf“?, „Warum kann man sich nicht selbst
kitzeln?“, „Gähnen Kinder schon im Mutterleib?“ -
Wie oft haben wir schon in fröhlicher Runde zusammengehockt, als solche
kniffligen Fragen über unseren Körper und sein Funktionieren aufkamen.
Ob medizinisch oder nicht-medizinisch vorgebildet – auf diese Fragen wusste
meist keiner eine Antwort.
Der Arzt Jürgen
Brater bringt nun Licht in die Dunkelheit der körperlichen Alltagsprobleme.
Sein „Lexikon der rätselhaften Körpervorgänge“ aus
dem Eichborn-Verlag klärt die Geheimnisse unseres Körpers, die
wir schon immer mal wissen wollten, von Aah-Sagen bis Zwillinge, auf.
„Wie schnell
können wir sprechen?“, „Ist küssen gesund?“ und „Wie
träumen Blinde?“ - diese Fragen sind Beispiele der mehr als
650 alltagsrelevanten Fragen, die Jürgen Brater auf 500 Seiten zusammen
getragen hat. Neben „großen Themen“ wie z. B. Schlaf, Alter
und Sex werden auch „exotische Fragen“ zu Inhalten wie Spielsucht,
Durchfall, Ohrenschmalz und Positives Denken beantwortet.
Der Autor klärt den
Fragenkatalog dabei seriös und medizinisch präzise, gleichzeitig aber
locker und auch für den nicht-medizinischen Leser verständlich. Leider
wird nur selten auf die Quelle verwiesen.
Das Buch ist eines der wenigen
Lexika, die süchtig machen. Weil es zum einen Themen enthält, über
die wir schon oft nachgedacht hatten, die wir uns aber nicht erklären konnten.
Und weil es zum anderen Fragen beantwortet, die uns nie aufgefallen sind, obwohl
wir jeden Tag mit ihnen zu tun haben. Somit ist das Lexikon für medizinisch
Vorgebildete und Nicht-Vorgebildete gleichermaßen ein Hit.
Fazit: Das Lexikon der
rätselhaften Körpervorgänge ist das Buch, auf das wir gewartet
haben. Es befasst sich in seriöser und lockerer Art mit medizinischen Kuriositäten
aus dem Alltag. Das macht es zu einem absolut lesenswerten Buch außerhalb
und innerhalb der Medizinberufe.

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