Impressum - Kontakt
Reutlinger Fortbildungstag 2008
 
   
      Redaktion | Partner | Call For Papers | Impressum  

23. - 24.08.2008:
start.med - Intensivkurs
Münster

11.-12.09.2008:
Reutlinger Fortbildungstag
Reutlingen


12.-13.09.2008:
2. Düsseldorfer Anästhesiepflegekongress
Düsseldorf


09. - 11.10.2008:
3rd EfCCNa Congress
Florenz (Italien)

zwai Home : zwaitens : Partner : DGF : Mitteilungen : 2006 : Ausgabe 3 : Modularisierung von Weiterbildungen
 


erschienen in der intensiv, Fachzeitschrift für Intensivpflege und Anästhesie, Georg Thieme Verlag

Modularisierung von Weiterbildungen

Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege & Funktionsdienste

Modularisierung von Weiterbildungen

Am 11. November 2005 fand an der Fachhochschule in Bielefeld eine Expertentagung zum Thema Modularisierung von Weiterbildungen statt. Die Tagung diente der Vorstellung der Ergebnisse einer Befragung von Weiterbildungseinrichtungen in NRW vor dem Hintergrund einer vom MAGS in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudie zur Entwicklung eines hochschulzertifizierten Weiterbildungsangebots für Angehörige der nichtärztlichen Heilberufe in Nordrhein-Westfalen. Das bedeutet bei einer tatsächlichen Machbarkeit, dass Weiterbildungseinrichtungen und Hochschulen mit einander kooperieren und spezifische Bildungsangebote unterbreiten.

Diesen Artikel
ausdrucken ... Über diesen Artikel
diskutieren ... Diesen Artikel
weiterempfehlen ...

Die Zielsetzung der Studie beinhaltet 5 Aspekte:

• Modernisierung und Flexibilisierung des Weiterbildungssystems,
• Reduzierung staatlicher Regelungen sowie Minimierung bürokratischer Hürden,
• Durchlässigkeit zur Hochschulbildung auf horizontaler und vertikaler Ebene sowie eine
• Europäische Angleichung.

Involvierte Zielgruppen der Studie sind Altenpflege, Diätassistenten, Ergotherapeuten, Gesundheits- und Kranken- bzw. Kinderkrankenpflege, Hebammen, Logopäden, Medizinisch-Technische-Assistenten (L,R,F), Orthoptisten, Pharmazeutisch-Technische-Assistenten, Physiotherapeuten (+ inkl. Masseure) Podologen und Rettungsassistenten.

Bei den vorangegangenen Befragungen an unterschiedlichen Standorten wurde deutlich, dass von den aufgezählten Berufsgruppen lediglich für Gesundheits- und Krankenpflege ein dezidiertes Weiterbildungssystem existent ist und im Rahmen der quartären Bildung angesiedelt ist.



Was aber beinhaltet nun der Begriff Modul bzw. Modularisierung?

Module sind in sich abgeschlossene Lerneinheiten von einer bestimmten Dauer und umfassen Pflicht- und Wahlmodule. Die jeweilige Modulbeschreibung benennt die Lernziele (Kompetenzen), den Inhalt, die Voraussetzungen zum Besuch des Moduls und die Art der Leistungserbringung. So können verschiedene Lehrgangsangebote / Weiterbildungen einzelne Module gemeinsam anbieten. Dadurch entstehen mehr Flexibilität innerhalb der Bildungseinrichtungen und mehr Wahlmöglichkeiten für die Lernenden / Studierenden. Jedes Modul ist mit einer bestimmten Anzahl von Leistungspunkten (Creditpoints) belegt. Um zu einem bestimmten Abschluss zu gelangen müssen die Lernenden eine spezifische Punktzahl aufweisen, um ein Zertifikat zu erhalten.

Würden Weiterbildungslehrgänge in Kooperation mit Hochschulen angeboten, hätten die Teilnehmer von Weiterbildungslehrgängen die Möglichkeit einzelne Module auch an verschiedenen kooperierenden Hochschulen zu erwerben.

In der Studie wurde deutlich, dass bei allen beteiligten Experten die Bereitschaft zur Kooperation mit anderen Bildungseinrichtungen besteht und intensiviert werden soll, damit sich Bildungsgänge nicht unnötig verlängern. Allerdings sind aus Sicht der Experten aufwändige Vorarbeiten für die Ausgestaltung der Kooperation notwendig.

Mit Blick auf die Versorgungssituation im Gesundheitsbereich wird darauf hingewiesen, dass mit einem modularisierten System eine bessere Chance besteht, auf veränderte Anforderungen im Arbeitsfeld zu reagieren und angepasste Qualifikationsprofile zu entwickeln, da bürokratische Hürden beseitigt und eine schnellere Anpassung an einen wechselnden Markt möglich seien.

Aus Sicht der Berufsverbände wird im Blick auf die Bildungsperspektiven der Teilnehmer insbesondere die vertikale Durchlässigkeit betont, jedoch darauf hingewiesen, dass die Anrechnung von Modulen auf Bachelor-Studiengänge nicht der Endpunkt der Entwicklungen sein darf. Vielmehr sei eine europäische Angleichung nur möglich, wenn eine Anrechnung auch auf Masterprogramme möglich wird.
Damit wurden zahlreiche noch zu erörternde offene Fragen sichtbar, die in Zukunft zu bearbeiten sind.


Emailadresse Autor:




Links zum Artikel:
    Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste







Letzte Aktualisierung: 25.07.2008 Der Webcode dieser Seite lautet ZW0240

Dies ist ein Ausdruck des Online-Journals zwai
PORTAL - JOURNAL - FORUM - WEITERBILDUNG für Anästhesie- & Intensivpflege.
Das Dokument ist unter folgender Adresse zu finden: http://www.zwai.net/ZW0240

© zwai.media GbR 2004-2008