Kommentar zu den Tarifverträgen des Marburger Bundes
Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege & Funktionsdienste
Die Klinikärzte in Deutschland haben für sich
eine angemessene Vergütung (was immer
angemessen bedeutet) mit dem Marburger
Bund erstritten. Welche Auswirkungen dies
auf die Kliniken hat, wird sich in den nächsten
Monaten zeigen. Mehr Geld ist nicht
vorhanden. Das vorhandene Geld muss jetzt
anders verteilt werden. Ob die Mehrkosten
über eine Reduktion der Arztstellen erfolgen
wird, um eine Gegenfinanzierung zu erreichen,
kann innerhalb der Kliniken entschieden
werden.

Was nicht sein kann und auch
nicht sein darf ist, dass Ärzte trotz allem
Arbeit an die Pflege abgeben und dabei Pflegestellen
zur Finanzierung ihrer Gehälter
reduziert werden. Dies führt zu einer Situation,
die wir nicht akzeptieren werden. Zwischenzeitlich
laufen die ersten Gespräche,
wie Pflegeberufe Ihre Interessen vertreten
können. Dass kleine Gewerkschaften bzw.
Interessensgruppen sehr effektiv Ihre Interessen
vertreten können, zeigten die Ärzte
und zeigt unter anderem auch das Beispiel
der Pilotenvereinigung Cockpit. Ich möchte
an dieser Stelle nicht weiter denken, aber es
ist bekannt, dass Intensivstationen, Anästhesieabteilungen
und OP’s einen sehr sensibler
Bereich im Krankenhaus darstellen und dass
eine Betriebsstörung hier sehr große Auswirkungen
hat.
Kommentar: Klaus Notz.
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