Stuttgarter Schmerzkongress 2006 erfolgreich verlaufen
Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege & Funktionsdienste
Ein immer mehr beachtetes Thema wurde am 30.09. 2006 in Stuttgart-Hohenheim unter Leitung von Prof. Fischer, Göppingen, und Prof. Osterbrink,. Nürnberg, fokussiert. Die von ca. 130 Teilnehmern besuchte gemeinsame Veranstaltung von DFG und dem Klinikum Stuttgart analysierte die interprofessionelle Schmerztherapie als wesentlichen Baustein eines schmerzfreien Klinikums.

Nach Referaten über Schmerzentstehung und Schmerzempfindung stellte Prof. Osterbrink aus Nürnberg dem Auditorium die Rolle der Fachkrankenpflege im modernen Schmerzmanagement sehr plastisch und anschaulich dar.
Als Highlight des Vormittages konnten die Veranstalter Herrn Dr. Müller-Schwefe, niedergelassener Schmerztherapeut aus Göppingen, mit dem Thema „Ambulante Schmerztherapie im Spannungsfeld zwischen Effizienz, Kosten und Nutzen?“ präsentieren. Herr Dr. Müller-Schwefe ist durch seine Kompetenz und als Vorsitzender der DGSS ein angefragter Experte zu diesem Themenkomplex.
In zwei weiteren Vorträgen wurde die Bedeutung der Interdisziplinarität herausgestellt. Frau Skale aus Göppingen erläuterte, was Fachpflegende im Akutschmerzdienst beitragen können und spannte den Bogen vom wünschenswerten zum praktischen Alltag. Unter dem Titel „Umsetzung des nationalen Schmerzstandards in einer chirurgischen Klinik – eine interdisziplinäre Aufgabe!“ betonte Stefan Meyer aus dem Klinikum Nürnberg, dass erfolgreiche Schmerztherapie nur im Team geleistet werden kann.
Dass Schmerztherapie auch vergleichbar sein müsse, forderte Dr. J. Gießerr aus Jena, der an der Entwicklung von QUIPS maßgeblich mitgewirkt hat. QUIPS ist ein multizentrisches, interdisziplinäres Benchmark-Projekt zur Verbesserung der Akutschmerztherapie in deutschen Krankenhäusern. Ziel ist die Verbesserung der Ergebnisqualität in der postoperativen Schmerztherapie durch eine standardisierte Erhebung weniger Qualitätsindikatoren, ihre Analyse und Rückmeldung an die beteiligten Kliniken. Ein webbasiertes, automatisiertes Feedback ermöglicht internes und externes Benchmarking sowie eine kontinuierliche Verlaufsbeobachtung. Sein Thema wurde unter dem Titel „QUIPS: Ein neues Projekt zum Qualitätsmanagement in der Schmerztherapie“ vorgetragen.
Herr Assenheimer, Tübingen, machte durch sein Thema „Pflegerische Möglichkeiten zur erweiterten Schmerztherapie“ im Anschluss deutlich, dass es auch – und insbesondere – durch rein pflegerische Maßnahmen zu einer signifikanten Schmerzlinderung kommen kann.
Der letzte Vortragsblock stand ganz im Zeichen der schmerzfreien Wundversorgung. Die Vorträge „Modernes Wundmanagement ohne Schmerzen – Traum oder wirklich Realität? von Heiko Krenmayer, Radolfzell, und „Infizierte chronische Wunde – MRSA und dann?“ von Astrid Probst, Reutlingen, rundeten das Symposium ab.
Bericht: Rolf Dubb, Landesbeauftragten der DGF Baden-Württemberg
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