Halbzeitpfiff (bzw. 'Nach dem Streik ist vor dem Streik')
(22.05.2006)
Erst passierte 14 Wochen lang nichts - dann ging es Ende letzter Woche ganz schnell: der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) und die Gewerkschaft ver.di konnten sich auf ein Tarifergebnis (PDF, 85kb) einigen. Geringverdienende, wie z.B. die pflegenden Mitarbeiter könnten sich demnach wieder auf eine 38,5 - Stundenwoche einstellen, Besserverdienenden sollen höhere Wochenarbeitszeiten zugemutet werden - soweit die Theorie.
In der Praxis hat das Verhandlungsergebnis allerdings noch mehrere Hürden zu meistern: neben der noch ausstehenden Urabstimmung der Gewerkschaftsmitglieder muss es auch noch in einem gesonderten Tarifvertrag auf die Beschäftigten an den Universitätskliniken übertragen werden.
Die Streiks werden also noch fortgeführt.
Aber es droht noch eine weitere Zuspitzung des Tarifkonflikts: während TdL-Verhandlungsführer Möllring ein Klinikum als Ganzes betrachtet und für die Ärzteschaft keinen weiteren Verhandlungsbedarf sieht, fordert der Vorsitzende des Marburger Bunds Montgomery weiterhin einen eigenen Tarifvertrag - auch in diesem Fall hat die ver.di eine Fortführung der Streiks angekündigt ... (hhe)
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