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Nach dem Streik ist vor dem Streik (16.03.2006)

Während in Niedersachsen der Tarifstreit nach viereinhalb Wochen beigelegt ist und in Baden-Württemberg die ersten Gespräche der Schlichtungskommissionen beginnen, haben sich in der von der Gewerkschaft "Marburger Bund" durchgeführten Urabstimmung 98,4 Prozent der Ärzte an den Universitätskliniken und Landeskrankenhäusern für den akademischen Streikbeginn gestimmt.

Heute hat die ärztliche Arbeitsniederlegung in den Universitätskliniken Freiburg, Heidelberg, München, Würzburg, Essen, Bonn, Mainz und Halle begonnen. Für die kommenden Tagen und Wochen hat der Marburger Bund die Ausweitung auf weitere Kliniken angekündigt.

Alleine in NRW sind knapp 70 Prozent der Uni-Ärzte über den Marburger Bund gewerkschaftlich organisiert. (hhe)

>>> zum Video 'Streik im OP' bei wdr.de >>>

Zwischenzeitlich wurde übrigens auch der Lohnstreit auf der Neverland-Ranch beigelegt.

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aktiv vs. passiv (03.03.2006)
Evita 1 - BiPAP (27.02.2006)
Hot Hot Heat (24.02.2006)

Am Ende der 2. Streikwoche halten sich die Verdianer im frostigen Münster passiv mit Heizstrahlern und aktiv am eigens angeschafften Kicker warm.

Nach Beendigung des Streiks soll das Tischfussballgerät der hiesigen Kinderklinik gespendet werden.
>>> zur Foto-Galerie >>>


Zwischenzeitlich erhitzt eine Mitteilung des Vorstandes zusätzlich die Gemüter:
Auf rosa-farbenem Papier hat die Klinikleitung den Streikenden vorgeworfen, die übrigen Mitarbeiter zur Teilnahme am Streik zu nötigen, der Gesundheit der Patienten und dem Ruf des Klinikums zu schaden sowie Einnahmeverluste in Höhe von täglich 200.000 Euro zu verursachen und damit Arbeitsplätze zu gefährden.

Die ver.di weist indes alle Vorwürfe energisch zurück: bereits seit zwei Jahren bemühe sich die Gewerkschaft vergeblich um die Aufnahme der Tarifverhandlungen und sah sich insofern gezwungen, als letztes Mittel zum Streik zu greifen. "Wenn Sie jetzt versuchen, ver.di für mögliche gesundheitliche Beeinträchtigungen durch Streikmaßnahmen verantwortlich zu machen, stehen Sie nicht zu Ihrer eigenen Verantwortung.", so die örtliche Arbeitskampfleitung weiter. (hhe)

>>> zum offenen Brief der ver.di an den Vorstand des Universitätsklinikums Münster >>> (PDF, 602 kb)

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