Gesetzlich versicherten Krebspatienten des Universitätsklinikums Essen hat der behandelnde Arzt Prof. Dr. Christoph Broelsch eine Operation nur dann angeboten, wenn sie sich zu einer Spende von 5000.- Euro bereit erklärten.
Die Klinikleitung bestätigt die Vorgänge. Wie focus.de, waz.de, rp-online.de und fuldainfo.de berichten, hat der Sohn einer betroffenen Patientin das Broelsche Gebahren jetzt öffentlich gemacht, nachdem eine Operation seiner Mutter dreimal "wegen Bettenknappheit" abgelehnt worden war. Die Spende war für ein Forschungskonto bestimmt.
Das dienstrechtliche Verfahren soll eingeleitet werden, sobald der Chef-Chirurg von seiner USA-Dienstreise zurückgekehrt ist.
Broelsch geriet bereits häufiger in die Kritik - zuletzt 2002, als er in Jena die Niere eines moldawischen Spenders einem israelischen Empfänger transplantierte. Die Essener Ethikkommission hatte die Transplantation zuvor wegen fehlender "besonderer Seelenverwandschaft" untersagt. (hhe)
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